Fünf einfache Tipps für mehr Achtsamkeit in deinem Alltag

Die heutige Zeit ist schnelllebig, unsere Aufmerksamkeit wird an jeder Ecke gefordert. Wenn ich mit dem Auto durch die Stadt fahre, sehe ich an jeder Ecke Plakate und Werbung. Im Radio kommt Musik, Werbung, die Nachrichten. Die sozialen Medien sind voller bunter Bilder, Live Videos und co. Ich möchte das nicht verteufeln, überhaupt nicht. Aber ich möchte dir auch klarmachen: All das fordert, oft unterbewusst, unsere Aufmerksamkeit und unser Nervensystem. Jede Information möchte verarbeitet werden. Das kann inneren Stress verursachen.
Daher habe ich in diesem Artikel fünf einfache Tipps für dich zusammengestellt, mit denen du mehr Achtsamkeit und Ruhe in dein Leben bringen kannst. Dies trägt dazu bei Stress abzubauen und dein Energielevel zu erhöhen.

Tipp 1: Starte bewusst und entspannt in deinen Tag.

Wie beginnst du deinen Tag? Nimmst Du Dir bewusst Zeit am Morgen für Dich? Oder bist du unmittelbar nach dem Aufstehen oder vielleicht schon davor im Außen unterwegs? Mit dem Handy auf Social Media oder beschäftigt durch deine Kinder?

Ein bewusster Start in den Morgen ist meiner Meinung nach ein guter Garant für einen gelungenen Tag. Ich persönlich habe meine tägliche Morgenroutine mit ayurvedischen Ritualen wie Zunge schaben, Öl ziehen, warmem Wasser trinken. Danach meditiere ich, mache einige Atemübungen und praktiziere Asanas. Wenn ich Zeit habe, lese ich auch noch 1-2 Seiten in einem inspirierenden Buch.

Überlege einmal was für dich am Morgen praktikabel ist. Welche der genannten oder auch andere Bestandteile möchtest du am Morgen integrieren? Oder auch etwas anderes? Vielleicht ist für dich auch ein geeignetes Ritual am Morgen ganz bewusst deinen Tee zu genießen.

Du musst dir auch nicht 1 Stunde Zeit nehmen für einen achtsamen Start in den Tag. Aber zumindest einige Minuten nur für dich und ganz in Ruhe sollten möglich sein. Und es kann auch jeden Tag mal etwas anders aussehen. Wenn du beispielsweise am Wochenende mehr Zeit hast, kannst du an diesen Tagen gern etwas länger mit deiner Morgenroutine verbringen.

Etwas Selbstfürsorge direkt am Morgen schon mit einzubauen, kann hilfreich sein den gesamten Tag bewusster und energievoller zu erleben.

Achtsamkeit

Tipp 2: Bringe deine Aufmerksamkeit zu deiner Atmung.

Der Tag rennt an dir vorüber, ohne dass du groß etwas davon mitbekommst. Und am Ende weißt du gar nicht mehr richtig, was eigentlich im Verlauf des Tages passiert ist. Vielleicht weißt du auch gar nicht, wo dir vor lauter Arbeit der Kopf steht. Wenn du das auch kennst, dann habe ich hier noch einen weiteren einfachen Trick für dich.

Egal, was bei dir gerade los ist: es gibt ein wunderbares Tool über das du dich immer wieder in den Moment zurückholen kannst und so deine Achtsamkeit schulst. Dieses Werkzeug ist dein Atem. Und den hast du schließlich immer bei dir.

Also wann immer du gedanklich abschweifst, in die Zukunft oder Vergangenheit abdriftest oder im Stress versinkst:

  • Bringe deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem.
  • Nimm einige tiefe, bewusste Atemzüge in deinen Bauchraum.
  • Beobachte wie du einatmest und wie du ausatmest. Das ist alles...mehr hast du nicht zu tun.
  • Und schon bist du wieder in diesem Moment.

Tipp 3: Lerne meditieren.

Meditation ist die beste Methode um dein Gedankenkarussell für eine Weile zur Ruhe zu bringen. Dabei gibt es auch kein richtig oder falsch. Du musst keinen besonderen Sitz einnehmen, außer aufrecht zu sitzen. Du kannst auch im Liegen meditieren, aber achte darauf nicht einzuschlafen.

Selbst deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem zu bringen ist bereits eine Form der Meditation. Sitze dafür aufrecht, schließe deine Augen, halte deinen Körper ganz entspannt. Und dann nimm wahr, wo du deine Atmung im Körper spüren kannst. Beobachte den natürlichen Fluss deines Atems. Wenn du merkst, dass dich Gedanken ablenken, dann lasse sie einfach ziehen und bringe deine Aufmerksamkeit zurück zu deinem Atem. Mache das für einige Minuten. Du kannst die Dauer mit der Zeit immer weiter ausdehnen, wenn du möchtest.

Am besten ist es täglich zu meditieren. Vielleicht kannst du es gleich direkt nach dem Aufwachen am Morgen tun. Ein derart bewusster Start in den Tag ist für mich wunderbar um geerdet und dennoch mit mehr Leichtigkeit durch den Tag zu gehen.

Im Internet findest du außerdem viele weitere Anleitungen oder Videos mit Meditationen.

Meditation

Tipp 4: Leg dein Handy weg und gönne dir Offlinezeiten.

Wir leben heute in einer stark digitalisierten Welt. So ist es uns auch möglich Kontakt zu unseren Liebsten und Freunden zu halten, selbst wenn wir sie nicht treffen können oder auf der anderen Seite der Welt sind. Auch das Lernen und der Austausch von Informationen ist dadurch um vieles einfacher geworden.

Und doch überlastet die Technik unsere Sinne und unser Gehirn auf Dauer. Frage dich also mal ganz ehrlich: Tut es mir gut, so viel Zeit am Handy, Tablet und PC zu verbringen? Muss ich denn wirklich immer auf dem neuesten Stand sein? Für mich persönlich lautet hier die Antwort nein.

Wenn es dir ebenso geht, dann nimm dir ganz bewusste Auszeiten von der Technik. Lege Handy und co beiseite. Ob für eine Stunde, einen Tag oder auch das ganze Wochenende. Genieße mal einen bewussten Technik-Detox.

Vielleicht möchtest du dir auch feste Zeiten am Tag bzw. in der Woche nehmen, in denen du auf Technik verzichtest? Gut kannst du das mit deiner Morgenroutine in Tipp 1 verbinden und erst danach auf dein Handy schauen.

Eine kurze Pause für deinen Kopf, für deinen Geist und für deine Seele wird dich mit neuer Energie versorgen. Und dich ausgeglichener machen. Deine Augen werden es dir danken, ebenso deine Körperhaltung und auch deine Laune.

Tipp 5: Nimm dein Essen achtsam zu dir.

Isst du ganz bewusst? Oder scrollst du nebenbei durch dein Handy oder schaust fern? Schmeckst du überhaupt richtig, was du isst? Nimmst du dir Zeit zu kauen?

Das Essen ganz achtsam zu dir zu nehmen, also ohne etwas anderes nebenbei zu machen ist eine weitere Möglichkeit deine Achtsamkeit zu schulen. Konzentriere dich dabei auf jeden Bissen. Wenn dich das anfangs überfordert, dann beginne damit drei Bissen ganz bewusst zu dir zu nehmen und zu kauen. Wie fühlt sich das Essen auf deiner Zunge an? Wie schmeckt es? Kaue langsam, bewusst und lange.

Auch deine Verdauung wird sich darüber freuen, denn diese beginnt bereits im Mund. Achtsameres Essen hilft dir daher deine Verdauungsorgane vorzubereiten und zu unterstützen. Außerdem werden deine Sinne auf das Essen geschärft, du wirst ruhiger und entspannter. Du kannst so auch lernen wieder intensiver zu genießen. Also dann, guten Appetit!



Welchen dieser Tipps möchtest du gleich heute umsetzen? Oder setzt du einige der Hinweise bereits regelmäßig in deinem Leben um? Wie geht es dir dabei? Lasse es mich gern in den Kommentaren wissen.

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